In unserem letzten Blogartikel sind wir darauf eingegangen, wie Sie einen Onlineshop mit Onlinemarketing aufbauen und Verkäufe erzielen können – auch, wenn dieser noch ganz frisch am Markt ist. Zeit für den nächsten Schritt! In diesem Guide erklären wir Ihnen, wie Sie mittels einiger weniger Handgriffe und Tools die Conversionrate Ihres Onlineshops oder Ihrer Website steigern können.

Was sagt die Conversionrate aus?

Conversion ist ein Begriff aus dem Marketing, der die Anzahl der Nutzer angibt, die dazu bewegt werden konnten, die Zielhandlung der Marketingkampagne auszuführen. Zu den typischen Conversions zählen beispielsweise:

  • Der Kauf in einem Onlineshop
  • Das Absenden einer Bewerbung
  • Das Ausfüllen eines Formulars
  • Die Anmeldung für einen Newsletter
  • Der Download eines eBooks

Die Conversationrate gibt dementsprechend das Verhältnis der Nutzer, die die Handlung ausgeführt haben, zu allen erreichten Nutzern an. Um beim Beispiel eines Onlineshops zu bleiben: wenn von 1.000 erreichten Personen 20 einen Kauf abgeschlossen haben, liegt die Conversionrate bei 2 %.

Warum ist die Conversionrate wichtig?

Kurz und knapp gesagt, drückt die Conversionrate die Effektivität Ihres Onlineshops aus. Je höher diese liegt, desto überzeugender wirkt Ihr Shop auf potenzielle Kunden. Um die Conversionrate beurteilen zu können, sollten Sie zunächst wissen, welche Prozentsätze überhaupt realistisch sind. Die durchschnittliche Landingpage weist eine Conversionrate von zwischen 2 und 3 Prozent auf. Mit 5 % sind Sie bereits besser als ¾ aller Landingpages aufgestellt. Um in die Top 10 zu kommen, bedarf es einer Conversionrate von mehr als 11 %. – Quelle: Wordstream Conversionraten von 20 oder sogar 30 Prozent zu erwarten, ist also absolut utopisch.

So erhöhen Sie die Conversionrate Ihres Onlineshops

Doch wenden wir uns dem eigentlichen Thema dieses Artikels zu! Den Tipps und Tricks, wie Sie innerhalb kürzester Zeit die Conversionrate Ihres Onlineshops erhöhen können.

Ladezeit minimieren

Noch bevor wir über Aspekte wie Trust-Elemente oder Check-out sprechen, sollten Sie zunächst einen Blick auf die Ladezeit werfen. Denn wenn Ihre Seite nicht verzögerungsfrei lädt, werden Ihnen Nutzer bereits abspringen, noch bevor sich diese überhaupt Ihre Produkte angesehen haben. Insbesondere auf mobilen Endgeräten ist die Ladezeit eines der Kriterien, die über Erfolg oder Misserfolg Ihres Shops entscheiden.

Um die Ladezeit zu messen, stehen Ihnen verschiedene Softwares und Anbieter zur Auswahl. Wenn Sie bereits über eine „SEO-Software“ verfügen, mittels der Sie die Performance Ihrer Seite analysieren und tracken können, ist dort normalerweise auch die Messung des Page Speeds möglich. Meist wird diese unter Reiter „Onpage“ geführt.

Falls Sie keine derartige Software besitzen, bietet Ihnen Google selbst die Möglichkeit, den Page Speed kostenlos messen zu lassen: PageSpeed Insights.

Neben einer Bewertung des aktuellen Page Speeds, aufgeteilt in Desktop und Mobil, zeigt Google Ihnen auch detailliert die Schwachstellen und wo Sie ansetzen müssen, um diese zu beheben und den Page Speed zu verbessern.

Google PageSpeed Insights
Quelle: PageSpeed Insights

Kundenbewertungen richtig einsetzen

Natürlich muss das Produkt als solches überzeugen – ansonsten kommt ohnehin kein Kauf zustande. In Zeiten von online Vergleichen und unzähligen Anbietern ähnlicher Produkte, sind Kundenbewertungen jedoch zu einem echten Kaufkriterium geworden. Insbesondere wenn Nutzer sich zwischen mehreren Produkten nicht entscheiden können, ziehen Sie oft Kundenbewertungen heran, um eine Entscheidung zu treffen.

Bewertungen werden allerdings auch genutzt, um sich ein Bild über den Händler zu machen. Häufen sich negative Äußerungen über Kulanz, Abwicklung, Versand oder generelle Produktqualität, kann das zum Abbruch des Kaufs führen.

Wenn Sie also über positive Kundenbewertungen verfügen, sollten diese unbedingt prominent angebracht werden, sodass Nutzer diese schnell und einfach einsehen können, um sich von der Qualität zu überzeugen. Häuft sich negatives Feedback, sollten Sie sich das unbedingt zu Herzen nehmen und nicht einfach abtun. Positive Bewertungen sind essenziell für die Conversionrate!

Achten Sie in diesem Rahmen unbedingt auch auf Bewertungen, die nicht direkt auf Ihrer Seite, sondern beispielsweise auf Facebook, Google oder Bewertungsportalen abgegeben werden. Oft informieren sich Menschen auch dort über Erfahrungen, die andere mit Ihrem Shop gemacht haben. Insbesondere dann, wenn auf Ihrer Seite selbst nur wenige Bewertungen vorhanden sind oder diese unauthentisch wirken.

Gütesiegel und Zertifikate nutzen

Gütesiegel und Zertifikate sind sinnvoll, um das Vertrauen des Nutzers in den Shop zu stärken. Insbesondere beim ersten Einkauf, wenn dieser noch keine positiven Erfahrungen mit den Produkten gemacht hat, sind diese elementar.

Bei der Auswahl der richtigen Gütesiegel und Zertifikate sollte darauf geachtet werden, wofür diese stehen. Es bieten sich vor allem solche an, die Vertrauen nachweisen und die Bezahlung als sicher darstellen. Außerdem empfiehlt es sich, den Shop nicht mit solchen zu überladen, sondern lediglich wenige, dafür ausgewählte zu verwenden.

Kaufprozess schlank halten

Jeder zusätzliche Klick, den ein Nutzer auf dem Weg zur Kasse machen muss, kostet Sie Conversions. Ein umständlicher Prozess, um vom Warenkorb zum Bezahlvorgang zu gelangen, wirkt sich also unmittelbar auf die Anzahl der Verkäufe aus. Hier gilt: weniger ist mehr!

Halten Sie den Prozess schlank. Verzichten Sie auf unnötige Einblendungen wie Newsletter Anmeldungen oder sonstige Elemente, die in keinem direkten Zusammenhang mit dem Check-Out stehen. Diese lenken den Kunden nur ab.

Bereits jetzt shoppen mehr Menschen auf mobilen Endgeräten als auf Desktop Computern. Und dieser Trend wird sich in Zukunft sogar noch verstärken! Überprüfen Sie deshalb unbedingt, ob der Bezahlvorgang einfach und problemlos auf Handys und Tablets durchgeführt werden kann. Kein Nutzer wird den Vorgang abbrechen, zu einem Laptop wechseln, den Warenkorb nochmals füllen und dann dort bezahlen. Dieser Kunde ist verloren!

Vielfalt beim Bezahlvorgang

Eigentlich sollte man glauben, dass es keine große Rolle spielt, wie viele und welche Zahlungsarten angeboten werden, solange sich Standards wie Kreditkarte, auf Rechnung oder Lastschrifteinzug darunter befinden. Doch das genaue Gegenteil ist der Fall!

Je mehr Zahlungsarten Sie in Ihrem Shop anbieten, desto wahrscheinlicher, dass der Nutzer die Bestellung auch abschließt. Denn jeder hat seine eigene bevorzugte Zahlungsweise. Dabei spielt auch das Alter der Kunden eine Rolle.

Während ältere Menschen eher klassische Zahlungsarten wie Rechnung oder Lastschrifteinzug bevorzugen, nutzen junge vor allem digitale Möglichkeiten wie Apple Pay, Google Pay oder PayPal.

Zahlungsarten Onlineshop Statistik
Quelle: Statista

Fazit

Der Unterschied zwischen einem einfachen Onlineshop und einem erfolgreichen Onlineshop hängt an vielen kleinen Stellschrauben, die auf den ersten Blick meist nicht als ausschlaggebend wahrgenommen werden, aus Sicht des Kunden jedoch einen großen Unterschied machen. Natürlich gibt es weit mehr Aspekte, die die Conversionrate beeinflussen, als die, die wir hier genannt haben.

Gerne beraten wir dazu Sie kostenlos in einem unverbindlichen Erstgespräch, welche Maßnahmen für Ihren Onlineshop ergriffen werden können, um die Conversionrate zu steigern.

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