Facebook veröffentlicht ROOMS

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Facebook Rooms

Letzte Woche Donnerstag, den 23.10. hat Facebook seine neue App Rooms vorgestellt.

rooms_facebook_app

Mit der App kann jeder für jedes Thema einen anonymen Chatraum anlegen und mit anderen Mitgliedern Inhalte wie Texte, Bilder, Videos etc. austauschen.

Facebook beschreibt die App mit den Worten „Die Magie der frühen Tage des Web bestand unter anderem darin, sich mit Menschen zu verbinden, die man sonst im Alltag nie getroffen hätte. Foren, Message-Boards und Chaträume waren Treffpunkte für Leute, die nicht notwendigerweise Gemeinsamkeiten in der Region oder den Kontakten hatten, sondern auf anderen Ebenen.“

Folgende Eigenschaften sollen die App populär machen

    • Man kann einem Room nicht einfach beitreten, wie z.B. bei Facebook Gruppen und es gibt auch keine Suchfunktion, sondern man muss explizit eingeladen werden.
    • Es können Moderatoren, Altersbeschränkungen und weitere Regeln bestimmt werden.
    • Das Design kann angepasst werden: Hintergrundbilder, Titelbilder, Farben etc. sind frei wählbar. Sogar das facebooktypische „Like“ kann ersetzt werden: Der Daumen kann mit allerlei Symbolen ausgetauscht werden (sogar mit einem Nudelsuppensymbol“) und sogar der Begriff „Like“ kann umbenannt werden.
    • Die Mitglieder können unter Pseudonymen auftreten und sind nicht mit ihrer wahren Identität erkennbar.
    • Die App ist vollkommen unabhängig von Facebook und muss nicht verknüpft werden.
    • Die Einladung neuer Nutzer erfolgt durch einen QR Code, der von der App generiert wird und der potentiellen Mitgliedern als Einladung geschickt wird.

rooms_app_Facebook_Beispiel

Was auf den ersten Blick nur für Privatpersonen relevant scheint, ist unserer Meinung ein strategisch guter Schritt von Facebook

      • Man beginnt dem Abwandern von Nutzern in andere Anwendungen wie Snapchat, Firechat etc. entgegenzuwirken.
      • Unternehmen, Organisationen oder Interessengruppen haben nun die Möglichkeit mit einem Room ein eigenes kleines Social Network zu starten und dort mit ihrer Community zu kommunizieren, ohne dass die Beiträge durch einen Newsfeedalgorithmus oder anderen Beiträgen im Newsfeed verwässert werden. Damit spannt sich Facebook kleine Communitys als Multiplikatoren ein, die neue Mitglieder von selbst akquirieren. Rooms dürfte sich auch damit dafür eignen hartnäckige Facebookverweigerer doch dem Unternehmen Facebook in irgendeiner Form zuzuführen.
      • Dadurch, dass die Räume von Nutzern unter bestimmten Themen oder Zwecken eröffnet werden, bietet das System mit ziemlicher Sicherheit eines Tages die Möglichkeit Facebook Werbeanzeigen platzieren.

Wir sind gespannt, wie sich Rooms entwickeln wird.

Bildquelle: © depositphotos.com/Mactrunk

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