Edge Rank Updates: Warum mag Facebook meine Posts nicht?

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Warum ist meine Reichweite so gering? Warum sehen viele meiner Fans meine Facebook Postings nicht? Welche Beiträge im Newsfeed gezeigt werden können Seitenbetreiber wie Nutzer nur bedingt beeinflussen. Der Facebook-Algorithmus übernimmt diese Aufgabe und greift dabei auf verschiedene Entscheidungsfaktoren zurück. Wie Sie Ihre Reichweite im Newsfeed erhöhen und welche neuen Details bekannt sind, wird in diesem Artikel erläutert.

Welche Inhalte Facebook als bedeutend ansieht

Facebook-Nutzer „liken“ eine Seite mit interessanten oder ansprechenden Inhalten mit der Intention, zukünftig mehr solcher Inhalte im Newsfeed zu sehen. Gleichwohl die Seite abonniert wurde, sehen sich Seitenbetreiber vor einer schwierigen Herausforderung, die eigenen Inhalte auch dort zu platzieren.

Eine Gefällt-mir Angabe fungiert keineswegs als Garant ständiger Newsfeed-Präsenz. Das haben wir hier in unserem Artikel über den Facebook-Algorithmus (Edge Rank) erklärt: Der Facebook Edgerank

Diesen Auswahlvorgang – welche Inhalte im Newsfeed angezeigt werden – übernimmt der Facebook-Algorithmus: Die Bereitstellung der „richtigen Inhalte zur richtigen Zeit“. Wie genau das funktioniert, verbleibt leider ein Buch mit sieben Siegeln. Von Facebook selbst und anderen Quellen wurden dennoch zumindest einige Faktoren preisgegeben, die Teil des Algorithmus sind.

„Die Meldungen, die in deinen Neuigkeiten angezeigt werden, werden von deinen Verbindungen und Aktivitäten auf Facebook beeinflusst. Auf diese Weise siehst du mehr interessante Meldungen von Freunden, mit denen du am meisten interagierst. Außerdem kann die Anzahl der Kommentare und „Gefällt mir“-Angaben bei einem Beitrag sowie die Art der Meldung (z. B.: Foto, Video, Statusmeldung) dafür verantwortlich sein, welche Meldungen mit höherer Wahrscheinlichkeit in deinen Neuigkeiten angezeigt werden.“

Quelle: www.facebook.com

So antwortet Facebook selbst in der Hilfesektion auf die Frage, „Wie wird entschieden, welche Meldungen in den Neuigkeiten angezeigt werden?“. Daraus geht hervor,

  • dass Kommentare und Gefällt-mir Angaben ein wichtiger Indikator für die Relevanz eines Beitrags sind.
  • Doch nicht nur die Anzahl der getätigten Interaktionen wird herangezogen, sondern auch deren Zeitpunkt. Ein Beitrag, der innerhalb einer kurzen Zeitspanne hohe Interaktionswerte verzeichnet, wird von Facebook als aktuelle Neuigkeit behandelt und deshalb auf lange Sicht als gering relevant eingestuft.
  • Beiträge wiederum, die eine konstante Interaktionsquote aufweisen, werden seitens Facebook auch nach etlicher Zeit nach deren Veröffentlichung als bedeutend klassifiziert. Dementsprechend kann es vorkommen, dass ältere Beiträge regelmäßig ihren Weg zurück in den Newsfeed finden.
  • Weiter versucht Facebook zu erkennen, welche Themen den Nutzern interessiert um diese bevorzugt zu behandeln. Dabei soll dem Teilen eines Beitrags besondere Aufmerksamkeit zukommen und diesen folglich als bedeutend einstufen, das in höherer Sichtbarkeit resultiert.
  • Bezüglich Videos spielen nicht nur Kommentare und Gefällt-mir Angaben eine Rolle, sondern auch die Anzahl der Views sowie die Dauer wie lange sich ein Nutzer das Video angesehen hat. Bei Verwendung auf Mobiltelefonen wird ebenso die Netzgeschwindigkeit als entscheidender Faktor berücksichtigt. Eine langsame Verbindung bedeutet gleichzeitig eine lange Ladezeit der Inhalte. Folglich zeigt Facebook weniger Videos. Die regelmäßige Interaktion mit einer Seite führt dazu, dass deren Inhalte im Newsfeed häufiger präsentiert werden.

Update 2016: Umfragen und Lesezeit als neue Entscheidungshelfer

Am 1. Februar 2016 hat Facebook dem Newsfeed-Algorithmus ein weiteres Kriterium hinzugefügt. Unter den Nutzern werden repräsentative Umfragen durchgeführt, die zum Ziel haben, Samples nach dem Grad ihrer Attraktivität bewerten zu lassen. Basierend auf diesen Entscheidungen erstellt ein Algorithmus ein Muster, das auf alle Beiträge angewendet werden kann und einschätzt, wie gerne ein Nutzer diesen Beitrag sehen würde. Ist die Wahrscheinlichkeit einer hohen Bewertung gleich der, dass der Nutzer mit dem Beitrag interagiert, wird er im Newsfeed im oberen Bereich platziert.

Bereits seit einigen Monaten gilt die für einen Beitrag aufgewendete Lesezeit als Indiz für dessen Relevanz. Wird beim Durchscrollen des Newsfeeds ein Post unbeachtet übersprungen, wird dieser generell als uninteressant klassifiziert, wohingegen ein Stopp mit mittlerer bis langer Verweildauer als potentielles Interesse seitens des Nutzers gewertet wird. Dementsprechend werden Beiträge ähnlich dem Gelesenen als von größerer Bedeutung eingestuft.

Inhalte die Facebook dem Nutzer ersparen will

„[…] people tell us there are occasionally instances where photos or videos are uploaded to Facebook over and over again. We’ve found that people tend to find these instances of repeated content less relevant, and are more likely to complain about the Pages that frequently post them.“ “Like-baiting” is when a post explicitly asks News Feed readers to like, comment or share the post in order to get additional distribution beyond what the post would normally receive.

Quelle: newsroom.fb.com

Seit 2014 unternimmt Facebook Anstrengungen das Teilen gleicher Inhalte (von einer Quelle) als qualitativ geringer und von keiner großen Relevanz für den Nutzer einzustufen. Bspw. das Hochladen immer gleicher Videos gilt als negatives Kriterium, sodass solche Seiten mit niedrigerer Sichtbarkeit abgestraft werden.

Angaben von Facebook zufolge sollen reine Textbeiträge ebenfalls nur eine geringe Reichweite erzielen. Beiträge, deren einziges Ziel es ist, Nutzer zu einer bestimmten Aktion zu bewegen, beispielsweise dem Download einer App oder der Teilnahme an einem Gewinnspiel, werden generell als übermäßig werbende Inhalte klassifiziert und deren Ausstrahlung geringgehalten.

„Like-baiting“” is when a post explicitly asks News Feed readers to like, comment or share the post in order to get additional distribution beyond what the post would normally receive.

Quelle: newsroom.fb.com

Last but not least berücksichtigt Facebook die Verwendung der Verstecken-Funktion. Nutzt ein User diese um Inhalte einer bestimmten Seite zukünftig aus seinem Newsfeed zu bannen, wird das von Facebook bemerkt und verzeichnet. Normalerweise gehen Nutzer mit dieser Funktion sehr sparsam um, sodass die Verwendung als deutliches Signal der Abneigung gegenüber solcher Inhalte interpretiert wird. Bei einigen wenigen findet die Funktion jedoch überdurchschnittlich Anwendung, sodass die Relevanz herabgestuft wird.

Wie Seitenbetreiber eine hohe Sichtbarkeit erzielen

Unser Kollegen von t3n raten Seitenbetreibern folgendes, um erfolgreich im Newsfeed der Fans präsent zu sein und bezieht sich dabei auf Facebook:

  • Erstelle zeitnahe und relevante Beiträge.
  • Baue Glaubwürdigkeit und Vertrauen bei deinem Publikum auf.
  • Frage dich selbst: „Würden Menschen diese Inhalte mit ihren Freunden teilen und sie anderen Nutzern empfehlen?“
  • Denke darüber nach: „Würde mein Publikum diese Inhalte gerne in seinem Newsfeed sehen?“

Letztlich läuft alles darauf hinaus, dass Seitenbetreiber möglichst die Inhalte liefern sollten, die Nutzer auch sehen wollen, so vage die Hinweise auch klingen mögen. Logischerweise kann Facebook das am Besten anhand von Likes und Kommentaren ablesen. Statt euer Publikum direkt dazu aufzufordern, solltet ihr versuchen, möglichst aktivierende Texte zu schreiben und ihnen auch inhaltlich einen möglichst großen Nutzwert zu liefern. Denn wenn ihr Content liefert, der eure Fans interessiert, werden sie auch damit interagieren.

Quelle: t3n.de

Wer versteht welchen Nutzen die eigene Fanpage Kunden und Interessenten stfiften kann, ist in der Lage diese auch als effizientes Kommunikationsinstrument für das Unternehmens einzusetzen. Wer auf die reine organische Verbreitung von Inhalten angewiesen ist, sollte diesen Asprekt besonders beachten. Aber auch für alle anderen gilt: Wer nichts interessantes zu sagen hat, der sollte es auch nicht tun. Nutzen Sie Ihre Fanpage um ihren Kunden und potentiellen Interessenten einen Mehrwert zu liefern, finden Sie Inhalte die nicht nur für ihre Unternehmen und ihre Produkte werben, sondern User unterhalten und dazu inspirieren ihr Produkt in Anspruch zu nehmen. Aus zahlreichen eigenen Erfahrungen können wir Ihnen garanteiren,  der Aufwand zahlt sich am Ende aus.

Gerne helfen wir Ihnen bei der Erstellung eines Redaktionskonzepts zur Themenfindung und Unterstützen Sie auch bei der Umsetzung. Für alle die mehr erfahren wollen empfehlen wir die folgenden Artikel:

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