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Facebook Orte (Places) für Gastronomie- und Touristikunternehmen

Manchmal sind die einfachsten Ideen immer noch die Besten. Deshalb wirkt es auf den ersten Blick vielleicht wenig spektakulär, wenn wir in diesem Artikel Gastronomie- und Touristikunternehmen dazu aufrufen, das Potential von Facebook Places zu erkennen. Trotzdem sehen wir die Notwendigkeit, auf dieses verschenkte Potential hinzuweisen, da es nicht nur kleine, sondern auch große Unternehmen gleichermaßen betrifft. An einem Beispiel eines renommierten Unternehmens, möchten wir verdeutlichen, wie ein einfaches technisches Defizit dazu beiträgt, dass wertvolle Marketingchancen verpasst werden.

Was ist ein „Ort/Place“ auf Facebook

Ein Facebook Place ist ein Ort an dem sich Personen über Facebook lokalisieren und ein Erlebnis mit Freunden teilen können. Diese Form der Interaktion, der sogenannte „Checkin“, erfolgt mit einem Smartphone in Verbindung mit der Facebook App.

Dabei kann man entweder bei bereits existierenden Orten in der direkten Umgebung einchecken (z.B. einer Stadt, einem bestimmten Ort oder einem lokalen Geschäft) oder einen beliebigen neuen Ort anlegen. Ein Facebook Ort kann als eigenständiger Ort existieren (automatisch generiert oder durch eine reale Person angelegt) aber auch mit einer Facebook Seite (z.B. Fanpage eines Unternehmens) verknüpft sein.

Vergleich eines eigenständiges Ortes und einem Facebook Ort in Verbindung mit einer Fanpage:

 Beispiel eines eigenständigen Facebook Ortes am Beispiel der Stadt Berlin

Eigenständiger Facebook Ort am Beispiel der Stadt Berlin

Facebook Ort mit Fanpage am Beispiel Frankfurt Airport

Facebook Ort mit Fanpage am Beispiel Frankfurt Airport

Wie funktioniert der Checkin auf Facebook

Stellen wir uns das Szenario vor, eine Person befindet sich im Le Méridien Hotel in Stuttgart, beispielsweise bei einem Kaffee in der Hotelbar. Wie so oft wird das Smartphone zur Hand genommen, um aktuelle Neuigkeiten zu prüfen und sich die Zeit zu vertreiben. Zum Alltag vieler gehört heutzutage nicht nur das Konsumieren von Informationen, sondern auch das Senden von Inhalten.

  • (1) Zu beiden Zwecken wird häufig als erste Anlaufstelle die Facebook App auf dem Smartphone aufgerufen.
  • (2) Ist man gerade im Sendemodus und hat etwas mit seinem Umfeld zu teilen, klickt man auf das Facebook Icon der App und gelangt auf die Startseite von Facebook, dem persönlichen Newsfeed.
  • (3) Möchte man seinen Facebook Freunden etwas mitteilen, kann man nun eine Statusmeldung als Text versenden und mit einer Momentaufnahme ergänzen. Spielt der Standort eine Rolle bei der Neuigkeit, klickt der User direkt auf den Button „Orte“. Mittels GPS wird die aktuelle Location ermittelt und automatisch Orte aus der nächsten Umgebung empfohlen.
  • (4) Wird ein vorgeschlagener Ort ausgewählt, wird  automatisch eine Statusmeldung generiert, in der die Location markiert ist und durch einen passenden Text, Bilder oder Personen ergänzt werden kann.
  • (5) Abschließend klickt der User auf „posten“ und die Statusmeldung wird im Newsfeed seiner Freunde angezeigt.

Facebook Places - Beispiel Checkin Merien Stuttgart

Wie Unternehmen von Checkins profitieren

Bedeutsam für Unternehmen wird dieses Tool besonders, wenn Kunden und Gäste den Checkin dazu nutzen, um Ihren Freunden mitzuteilen, dass sie sich gerade im Unternehmen befinden und beispielsweise ein Produkt des Unternehmens konsumieren. Wenn das Unternehmen eine Fanpage mit aktiviertem Place hat, wird der Link zur Fanpage somit vom Kunden selbst über den Newsfeed von Facebook an sein Umfeld kommuniziert. Damit wird der Kunde zum Markenbotschafter und spricht eine persönliche Empfehlung aus, die bekanntermaßen weit größere Wirkung hat, als eine Werbebotschaft, die von einem Unternehmen ausgeht! Nicht nur die direkte Empfehlung ist ein Vorteil des Checkins, wie im Artikel „Warum Facebook das bessere Bewertungsportal ist“ beschrieben, sind Checkins unteranderem ein Bewertungskriterium, beim zukünftigen Fanpage Ranking.

Problematisch wird es deshalb immer, wenn der „Ort“ eines Unternehmens, gar nicht dem Unternehmen selbst gehört oder von der eigentlichen Fanpage getrennt ist. In diesem Fall verläuft die Empfehlung des Kunden ins Leeren, wie das folgende Fallbeispiel verdeutlicht.

Die größten Fehler im Zusammenhang mit Facebook Places, Case: Robinson Club Somabay

Der Robinson Club Somabay in Ägypten ist ein in Deutschland äußerst beliebter Ferienort, der sowohl als Fanpage, als auch als eigenständiger Ort auf Facebook vertreten ist. Sucht man innerhalb von Facebook nach dem Club, erscheint folgende Ansicht (links mobile Ansicht mit dem Smartphone, rechts die Suche mit dem Laptop):

Facebook Places - Beispiel Search Robinson Club Soma Bay desktop und mobil

Wie das Beispiel zeigt, stechen bei der Suche nach dem Stichwort „Robinson Club Somabay“ zwei Ergebnisse mit zwei relativ hohen Aktivitäten ins Auge: Bei der Facebook Seite sind die Anzahl an Fans mit über 7.000 höher, bei dem Facebook Ort sind jedoch über 8.000 Checkins. Auf den ersten Blick lässt sich erstmal nicht erkennen, bei welchem Ergebnis es sich um die offizielle Seite des Unternehmens handelt. Darauf schließen lässt sich erst, wenn man die beiden Ergebnisse anklickt, dann offenbart sich folgendes Bild:

Facebook Places - Beispiel Robinson Club Soma Bay Ort

Facebook Places - Beispiel Robinson Club Soma Bay Seite

Offensichtlich ist die Facebook Seite (Ergebnis 2)  die offizielle Präsenz des Unternehmens und bei dem anderen Eintrag handelt es sich um den Ort des Clubs, der entweder automatisch generiert oder von einem Gast angelegt wurde.

Nun fragt man sich, warum das Unternehmen selbst keinen Facebook Place hat, damit Gäste bei der offiziellen Seite einchecken können. Vor allem die fehlerhaften Informationen, wie bspw. „Dauerhaft geschlossen“ bei dem Ort des Clubs, lässt spätestens die Alarmglocken läuten.

Um das Problem noch mal zu verdeutlichen, stellen wir uns das Szenario vor, eine Person befindet sich in den letzten Stunden seines Urlaubs im Robinson Club Somabay und entschließt sich, einen letzten Gruß an seine Freunde aus dem Urlaub zu versenden. Ähnlich dem Prinzip der Postkarte, wird heute live aus dem Urlaub gesendet und häufig die Statusmeldung bei Facebook zu diesem Zweck genutzt. Schon bei der Suche wird deutlich, wählt man die Option „Orte“ mit der Intension den Beitrag mit dem aktuellen Standort zu versehen, hat man lediglich die Wahl den inoffiziellen Ort des Clubs zu nutzen, nicht jedoch die offizielle Fanseite. Im Folgenden wird ein Posting mit Bild erstellt, das wie folgt aussehen könnte. Man beachte, dass Freunde selbstverständlich besonders neugierig auf die Urlaubsdestination des Bekannten sind, bei Klick auf den Link landet man jedoch bei einem Eintrag, der nicht vom Unternehmen betreut wird und fehlerhaft ist.

Facebook Places - Beispiel Robinson Club Soma Bay Posting mit OrtNachteile durch den fehlenden Ort der Fanpage

  • Empfehlungen von Gästen werden auf die falsche Seite geleitet
  • Bei der Suche nach dem Unternehmen ist dem Suchenden nicht klar, welche Seite die offizielle Unternehmensseite ist
  • Der Ort beinhaltet falsche Informationen und wird nicht vom Unternehmen betreut bzw. aktualisiert
  • Rezessionen und Empfehlungen von Gästen werden nicht auf der offiziellen Seite angezeigt
  • Langfristig ergeben sich Wettbewerbsnachteile, wenn Facebook das Ranking für Fanpages einführt

 

Wie können Probleme mit eigenständigen Orten gelöst werden?

Um das Problem im eben beschriebenen Fallbeispiel zu lösen ist es zunächst notwendig, die Inhaberschaft für alle eigenständigen Orte und Seiten zu beantragen, um diese im nächsten Schritt dann mit der offiziellen Fanpage zusammenzuführen. Bei dieser Lösung ist dringend darauf zu achten, klar zu definieren welche Seite oder Ort als zentraler Punkt bestehen bleibt. Hier kann es verschiedene Vor- und Nachteile geben, im Fallbeispiel würden wir dazu raten, die Fanpage beizubehalten. Nach Zusammenführung würden Rezessionen, Checkins und Fans des Ortes auf die Fanpage übertragen und die Beiträge der Fanpage bleiben bestehen.

Die Zusammenführung von Seiten und Orten, als auch die Beantragung von Inhaberschaften für Fanpages kann ohne Problem verlaufen, häufig treten aber auch Fehler auf, die fatale Folgen haben können, da diese Aktionen meist nicht umkehrbar sind. Wir raten daher jedem Unternehmen einen Experten bei der Umsetzung hinzuzuziehen. Selbstverständlich unterstützen auch wir Sie gerne dabei, vor allem ist uns jedoch eines wichtig:

Lassen Sie sich das Potential dieses genialen Marketingtool nicht entgehen. Die Einführung der „Local Awareness Ads“ zeigt den Stellenwert von Orten für Facebook, daher sind wir davon überzeugt, dass uns hier noch einige interessante Möglichkeiten geboten werden.

Noch Fragen? Kontaktieren Sie uns noch heute!

Außerdem erreichen Sie uns Mo. – Fr. unter: 0711 62 041 511

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